Tagesgeld

Das Sparbuch ist nicht mehr das, was es früher mal war. Immer mehr Bankkunden richten sich Tagesgeld-Konten ein, und das aus gutem Grund. Tagesgeld hat gegenüber dem Sparbuch einige entscheidende Vorteile. Informieren Sie sich hier über Tagesgeld, Tagesgeldkonten sowie aktuelle Angebote und Konditionen für Tagesgeld.

Vorteile von Tagesgeld gegenüber dem Sparbuch

Während auf Sparbüchern heute mickrige Zinsen von oft nur 0,1 % oder 0,25 % gezahlt werden locken Anbieter von Tagesgeldkonten oft mit deutlichen höheren Zinssätzen auf das Tagesgeld. In der Regel werden auf Tagesgeld-Konten regulär für Bestandskunden schon deutlich höhere Zinsen gezahlt als auf Sparbüchern. Und gerade Neukunden kommen oft für eine begrenzte Zeit in den Genuss von Topzinsen auf Ihre Tagesgeldanlage. Diese Tagesgeld-Angebote für Neukunden unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter in Ihren Bedingungen und Konditionen. Bei manchen Anbietern gilt eine Mindestanlagesumme (z. B. 5000 ¬, 10000 ¬ oder 15000 ¬) auf dem Tagesgeldkonto. Bei anderen Tagesgeld-Angeboten ist dagegen die Maximalanlagesumme, für die der besondere Tagesgeldzinssatz gilt, begrenzt. Neben dem Zinssatz hat Tagesgeld jedoch einen weiteren entscheidenden Vorteil gegenüber dem Sparbuch. Wie der Name Tagesgeld schon suggeriert, ist das auf diesem Konto angelegte Geld täglich verfügbar. Tagesgeld hat keine festgelegte Laufzeit. Auf einem Sparbuch dagegen ist monatlich nur eine bestimmte vereinbarte Summe (oft 2000 ¬ oder 3000 ¬) ohne weiteres verfügbar. Wenn man in einem Monat eine größere Summe vom Sparbuch abheben möchte, dann muss man entweder Vorfälligkeitszinsen zahlen, oder man muss rechtzeitig vorher (meist 3 Monate oder 6 Monate) den Betrag auf dem Sparbuch kündigen, damit man ihn später ohne Vorfälligkeitsentschädigung abheben kann. Bei Tagesgeld gibt es diese Komplikationen nicht. An jedem Bankarbeitstag kann über die volle Summe auf dem Tagesgeldkonto verfügt werden.

Tagesgeld-Zinssätze

Der Zinssatz bei Tagesgeld orientiert sich am Leitzinssatz der jeweiligen Zentralbank. In Europa als am Leitzinssatz der europäischen Zentralbank. Grundsätzlich ist der Tagesgeldzinssatz für ein Tagesgeldkonto von der Bank täglich änderbar und wird sehr oft nach Zinsentscheiden der Zentralbank kurzfristig an die veränderten Verhältnisse angepasst. Gerade für Neukunden wird jedoch oft eine Zinsgarantie auf das Tagesgeld für einen bestimmten Zeitraum ausgesprochen. Mit diesen Lockangeboten" versuchen die Banken neue Kunden zu gewinnen. Wer hier am Ball bleibt und öfter die Bank wechselt kann so von diesen guten Zinsangeboten profitieren. Auf verschiedenen Internetportalen kann man Tagesgeldzinssätze vergleichen.

Tagesgeld-Zinssätze vergleichen?

Vergleichen Sie hier in Kürze die Tagesgeldkonditionen verschiedener Anbieter mit unserer Tagesgeldvergleich App. Sie können demnächst die aktuellen Tagesgeld-Angebote nach Zinssätzen, Mindestanlagen, Maximaleinlagen, Einlagensicherung und anderen Parametern vergleichen.

Was ist beim Tagesgeldkonto zu beachten?

Nicht nur die Tagesgeldkonditionen sind entscheidend für die Auswahl des richtigen Anbieters. Eine heute immer relevanter werdende Frage ist die Frage nach der Einlagensicherung und der Bonität der Bank. In der jüngsten Vergangenheit gab es einige Bankenpleiten in Europa und es ist zu erwarten, dass es diese auch in der Zukunft geben wird. Da ist es gut wenn man weiß, dass das Tagesgeld bei der Bank im Fall der Fälle abgesichert ist. Jedoch sollte man möglichst eine Bank auswählen, die gar nicht erst in Bredouille kommt, da die Tagesgeldanleger auch bei einer funktionierenden Einlagensicherung in der Regel lange warten müssen, bis die Guthaben erstattet werden. Zudem wird die Einlagensicherung in der Regel nicht für den Zinsausfall aufkommen. Für Tagesgeld bei europäischen Banken gilt grundsätzlich die gesetzliche Einlagensicherung. Tagesgeldanlagen sind daher mündelsicher. Das heißt ein Vormund oder Betreuer darf das Vermögen seines Schützlings als Tagesgeld anlegen, weil es als risikolos angesehen wird.

Einlagensicherung und Tagesgeld

Die Einlagensicherung in Europa ist zum einen Teil gesetzlich geregelt. Seit dem Jahr 2009 ist eine Summe von maximal 100.000 ¬ (z. B. auf einem Tagesgeld-Konto) gesetzlich abgesichert. Das heißt Sparer haben Anspruch auf Entschädigung von 100% der Einlagesumme falls die jeweilige Bank zahlungsunfähig wird. Wenn die Bank jedoch Ihren Hauptsitz außerhalb der Europäischen Union hat und in der EU nur eine Niederlassung hat, dann gilt die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 ¬ in der Regel nicht. Neben der gesetzlichen EU-weiten Einlagensicherung gibt es in vielen Ländern zusätzlich nationale Einlagensicherungseinrichtungen. So gibt es in Deutschland z. B. Einlagensicherungsfond bei den Privatbanken, den Genossenschaftsbanken und den Sparkassen, die im Falle einer Bankenpleite zusätzliche Sicherheit bieten sollen. Einen Rechtsanspruch auf Entschädigung hat der Bankkunde hier jedoch nicht. Entschädigt werden kann nur so lange der jeweilige Einlagensicherungsfonds die notwendigen liquiden Mittel dafür hat.

Zinsen und Steuern auf das Tagesgeld-Konto

Die Zinsen die auf einem Tagesgeldkonto anfallen werden bei den meisten Kreditinstituten entweder monatlich, halbjährlich oder jährlich gutgeschrieben. Je kürzer das Intervall der Zinsgutschriften ist, desto höher ist der Zinseszinseffekt. Bei gleich Zinssatz wäre z. B. ein Tagesgeld mit vierteljährlich Zinsgutschrift einem Tagesgeld mit halbjähriger Zinsgutschrift vorzuziehen. Nicht vergessen sollte man bei der Tagesgeldbank einen Freistellungsauftrag zu stellen, sofern der Sparerpauschbetrag noch nicht ausgeschöpft ist. Ohne Freistellungsauftrag wird in Deutschland die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge in Höhe von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer abgezogen. Ist ein Freistellungsauftrag vorhanden, dann werden Zinsgutschriften bis zur Höhe des Freistellungsauftrags von der Zinsabschlagsteuer verschont.

Unterschied zwischen Tagesgeld und Girokonto

Tagesgeldkonten werden nur auf Guthabenbasis geführt. Sie sind außerdem nicht für die Abwicklung von Zahlungsverkehr vorgesehen. Auf das Tagesgeldkonto können Überweisungen von verschiedenen Quellen eingehen, jedoch kann vom Tagesgeldkonto aus in der Regel nur auf ein einziges Referenzkonto überwiesen werden. Dieses Referenzkonto zum Tagesgeldkonto kann z. B. ein Girokonto sein. Auf Girokonten gibt es im Gegensatz zum Tagesgeld meist keine oder nur eine sehr geringe Verzinsung.

Festgeld als Alternative zum Tagesgeld

Wer schon ein Tagesgeldkonto mit ausreichend liquiden Mittel hat kann daran denken seine Zinserträge weiter zu optimieren. Alternative oder Zusatz zum Tagesgeld kann Festgeld sein. Ein Festgeldkonto kann je nach Laufzeit noch höhere Zinssätze als Tagesgeldkonto bringen. Die Laufzeit kann von einem Monat über mehrere Monate bis hin zu mehreren Jahren reichen. Je länger die Laufzeit, desto höher ist in der Regel der Zinssatz. Der Zinssatz ist beim Festgeldkonto von vornherein für die gesamte Laufzeit festgeschrieben (Ausnahme: Stufenzinskonten)und ändert sich nicht, egal ob sich Leitzinssätze ändern oder nicht.